Allgemeines Aussehen Wesen & Verhalten

Die Vaianshai

Sie sind das kleinste Volk, das Shaylin’saya bevölkert. Kaum höher als bis zu den Waden einer Al’yiena reichen die Vaianshai, die Windgeister, die den Kontinent Mora’vea bewohnen und die hoch oben in den Lüften zuhause sind.
Sagenumwoben sind die winzigen Städte hoch auf den Gebirgen Mora’veas, viel zu klein für die anderen Wesen dieser Welt, aber wahrlich riesenhaft, vom Blickwinkel eines Vaianshai aus gesehen.
Ja, die Vaianshai bewohnen wahrlich kunstvolle Bauten, die so zart und zerbrechlich wirken wie diese kleinen Wesen selbst und man mag es für reine Magie halten, wenn man die schwebenden Brücken dort zu Gesicht bekommt, silberweiß und durchscheinend, wie sie sich in die Luft erheben und zu ebenso zarten Gebäuden führen, die so konzipiert worden sind, daß Wind und Licht jederzeit hinein können und ihre Bewohner umfangen.
Man mag sie nicht ernst nehmen, diese kleinen Leute, die so flatterhaft wirken und deren Geist immer in höheren Spheren zu verweilen scheint, doch dies ist einer der größten Fehler, die ein Bewohner Shaylin’sayas begehen kann.
Überlegene Heiler sind sie, vielleicht nicht das klügste Volk, das jemals unter den Himmelskörpern gewandert ist, doch sicherlich eines der Weisesten. Der Kuß eines Vaianshai soll Wunden heilen, Gift aus dem Körper saugen und sogar Tote zum Leben erwecken können, wenn man den Legenden Glauben schenken möchte. Und man sagt, daß ihr Blut ewiges Leben verleiht – was das Leben dieser Wesen in einer ständigen Gefahr schweben lässt. So müssen sich die Windgeister also gut schützen, wenn sie ihre Heimat verlassen und es verwundert nicht, daß sie das Talent entwickelt haben, einfach in einem Windhauch zu verschwinden, wenn sie es möchten.
Doch die Vaianshai lassen sich davon nicht lange betrüben, sind sie doch Wesen des Lichts und leben in dem Wissen, daß Dianare, ihre gute Mutter sie schützen wird. Schließlich sagt man, daß die Vaianshai aus den Tränen Dianares entstanden sind, als sie zum ersten Mal über einen Verlust eines ihrer geliebten Kinder geweint hat und schwor, daß es niemals wieder so weit kommen würde.
So leben die Windgeister in einer ständigen Nähe zu der guten Göttin der Sterne und haben ihr Leben in ihren Dienst gestellt. Viele der Vaianshai beobachten zudem die Himmelskörper und bestimmen anhand ihres Standes die Zukunft Shaylin’sayas, obgleich dies von den anderen Völkern als albern belächelt wird. Doch die Vaianshai glauben an das, was Dianare ihnen am Nachthimmel weissagt und die Sternendeuter sind bei ihrem Volke hoch angesehen. Jeder König und jede Königin der Vaianshai muss lernen, diese Zeichen richtig zu deuten, ansonsten gelten sie als des Windthrones nicht würdig.
Der Windthron ist jenes zarte Gebilde aus Kristallglas hoch oben auf dem höchsten Gipfel der Yashaiaberge, das eine hohe Bedeutung im Leben der Windgeister besitzt, befinden sich hier doch nicht nur seit Urzeiten die Herrscher der Vaianshai, sondern auch die Mayiishquelle, jener Ort, dessen Wasser heilende Kräfte besitzt.
Jeder Vaianshai trägt ein Fläschchen dieser Flüssigkeit um seinen Hals, sollte er selbst in Gefahr geraten, würde jedoch niemals verraten, wo sich diese Quelle befindet – oder ganz und gar die Heimat seines Volkes. Denn nicht nur die Vaianshai besitzen das Talent, einfach zu verschwinden, sondern auch ihre Städte und Dörfer können, wenn sie ihre Kräfte vereinen, für alle fremden Augen unsichtbar gemacht werden.
Der Schutz dieser Wesen ist also in der Tat sehr stark und kann nicht einfach durchbrochen werden, auch wenn viele sich daran versucht haben. Die Vaianshai sind das Herz Mora’veas, nicht das herrschende Volk, aber immerhin jene, die den großen Schaden wieder gut zu machen vermögen.

<< Zur Übersicht