Allgemeines Aussehen Wesen & Verhalten

Die Tir'Ashela

Es ist ein stolzes Volk, das dort oben im tiefsten Norden Sidan’veas lebt. Ein zähes, ausdauerndes Volk, das sich dem ewigen Schnee angepasst hat und sich, anstatt in einfachen Höhlen zu leben, eine Zivilisation voller Kunstfertigkeit und Wunder aufgebaut hat.
Denn die Tir’Ashela besitzen eine angeborene Magie, die sie nicht nur unempfindlich gegen die Eiseskälte des Nordens macht, sondern ihnen auch die Fähigkeit gegeben hat, den Schnee und das Eis nach ihrem Willen zu formen.
Doch nicht nur ihre Magie ist die Stärke der Tir’Ashela – ihre Familienverbundenheit und das Wissen um den Rückhalt ihres Volkes, gibt ihnen eine Kraft, die kein Feind, kein Gegner, niemand, der mit ihnen in einem Wettbewerb steht, unterschätzen sollte.
Die Familie spielt hier eine sehr große Rolle, gehört doch jeder Tir’Ashela zu einer selbigen und hat seinen eigenen Rang innerhalb des Familienbundes. Jene Familien sind ebenfalls in ein System gegliedert, bei dem den einzelnen Familien ganz unterschiedliche Ränge zukommen, die schon seit jeher bestehen und kaum jemals einer Änderung unterworfen gewesen sind. Die Tir’Ashela, die im Frieden mit sich und der sie umgebenden Natur leben, sind von Natur aus mit jenem Stande zufrieden, in den sie hineingeboren worden sind und unternehmen für gewöhnlich keinen Versuch, dies zu ändern. Schließlich glauben sie daran, daß sie, wenn sie ihr Leben gemäß dem Willen Syans leben, von alleine in einem höheren Rang wiedergeboren werden. Dies bezeichnen sie schlicht als den Kreislauf des Lebens, der nach ihrer eigenen Philosophie jedem das zukommen lässt, dass er sich im Laufe seines Lebens verdient hat.
So kommt den Familien der Tir’Ashela noch eine ganz andere Bedeutung zu, nämlich jene, ein Teil des Lebenskreislaufs zu sein, anstatt nur eine Ansammlung von Individuen, die miteinander verwandt sind.
Natürlich bedeutet dies jedoch auch, dass ein Tir’Ashela, der in eine niedere Familie geboren wird, zuvor ein Leben voller entsprechender Missetaten gelebt hat, für das er nun demütig den edleren Tir’Ashela dienen muss. Ein Tir’Ashela jedoch, der sein Leben in vollkommener Reinheit verbracht hat, gehört nun zu der herrschenden Familie.
Philosophie, Wissenschaft und Kunst spielen in der Gesellschaft dieses Volkes eine sehr große Rolle, was man sogleich an den Behausungen der Tir’Ashela erkennen kann – gleichsam wie aus dem Eis empor gewachsen wirken die glitzernden Türme der edlen Familien und die in das Eis geschmolzenen Höhlengebilde der niederen. Und von unglaublicher Echtheit sind die Skulpturen aus Schnee und Eis, die ganze Szenen der Mythologie der Tir’Ashela in ihren Städten nachbilden und einem arglosen Besucher den Atem rauben können – sofern es ihm erlaubt worden ist, die Grenze in das Reich dieses Volkes zu passieren.

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