Allgemeines Aussehen Wesen & Verhalten

Die Dar'sshin

Beinahe so gefürchtet wie die Mas’Turak im Kampf sind die Dar’sshin, jenes Volk, von dem man munkelt, dass sie das Blut des großen Drachen in sich tragen. Diese Ansicht mag nicht verwunderlich sein, wenn man einen Dar’sshin zu Gesicht bekommt und in der Tat entspricht es der Wahrheit, denn in den Adern der Feuergeborenen fließt tatsächlich Drachenblut.
Aus Ashas Feuer wurden die Dar’sshin geboren und Aranaya, der große Drache der Göttin, der das Feuer entzündet hatte, gab einen Teil seines Blutes für die Erstgeborenen, um die Dar’sshin stark und ausdauernd zu machen.
So bevölkerten die Feuergeborenen also bald Valan’vea und machten sich den Kontinent untertan, denn kein anderes Volk war so eroberungswillig und so stark wie sie und niemand konnte sich ihnen für lange Zeit widersetzen.
So ist es also bis heute Tradition, dass ein König oder eine Königin der Dar’sshin über den Kontinent herrschen und damit den Sonnenkönig oder die Sonnenkönigin stellen. Eine wahrhaft eindrucksvolle Linie, in der Tat, die Kraft und aufbrausendes Temperament, ebenso wie Energie und Lebenswillen besitzt.
Die Dar’sshin haben auf Valan’vea großartige Städte errichtet und die Hauptstadt des Sonnenkönigs, Kir’Shemar, ist weithin für ihre Pracht und ihren Reichtum bekannt, ein wenig vielleicht sogar für ihre Dekadenz und ihren Luxus. Wanderer und Barden haben die goldenen, juwelengeschmückten Türme dieser Stadt in ihren Liedern besungen, ebenso wie die unglaublichen Feste, die hier gefeiert werden und bei denen der Wein in Strömen fließt.
Die Dar’sshin lieben es zu feiern. Sie lieben ein ausschweifendes Leben, in dem kein Augenblick verschwendet werden darf, die Liebe, die Speisen, den Genuß.
Doch wer davon darauf schließen möchte, dass er einem undisziplinierten, egoistischen Wesen gegenübersteht, wird dafür mit seinem Leben bezahlen. Denn die Schwertkämpfer der Dar’sshin sind legendär für ihre Körperkraft und ihr Geschick im Umgang mit der Klinge.
Dabei wird der besondere Kampfstil der Feuergeborenen von diesem Volk streng bewahrt und darf niemals an einen Fremden weitergegeben werden, ebenso wie das Geheimnis der Feuerklingen, die die Dar’sshin führen, jene gewaltigen Waffen, die aus reinem Feuer zu bestehen scheinen und härter als das stärkste Eisen sind.
Doch auch die Religion spielt bei diesem Volk eine sehr große Rolle, fühlen sie sich durch ihre Abstammung der großen Göttin Asha als ihre Mutter verbunden und huldigen auch dem großen Drachen, der ihnen das Lebensblut gab mit vollkommener und uneingeschränkter Ehrerbietung. Kein Tempel zu Ehren Ashas ist prächtiger als ein Tempel, der von den Dar’sshin erbaut worden ist und in keinem anderen werden ihr solch große Opfer dargebracht.
Die Dar’sshin führen ein Leben, das sie stets nach Vollkommenheit trachten lässt. Ein sehr geregeltes Leben, in dem ein jeder seinen Stand besitzt und eine Tätowierung trägt, die diesen auch anzeigt. Im Laufe seines Lebens kann ein Dar’sshin vielerlei Tätowierungen ansammeln, die anzeigen, wie weit er es in der von ihm ausgeübten Kunst gebracht hat und welche Ämter er bekleidet. Hier hat es eine sehr große Bedeutung, wer man ist und woher man kommt und die Familie entscheidet über das Ansehen eines Individuums.
Zumeist übernehmen die Dar’sshin Männer den Schutz ihrer schönen und begehrten Frauen, die ein eher bequemes Leben führen – schließlich kennen die meisten Dar’sshin kein arbeitsames und anstrengendes Leben. Der Reichtum dieses Volkes und die Überlegenheit, die sie sich selbst beimessen, lassen dies auch gar nicht zu.

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