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Asha, Göttin der Sonne
Asha, die wilde Göttin des Feuers, voller Temperament und Lebenslust aber auch leicht in Wut zu versetzen und voller zerstörerischer Kraft. Asha ist die Sonne, die aus dem inneren heraus erstrahlt und die Welt in ihre Wärme taucht, wenn sie scheint. Doch dies ist nur eine Seite dieser eitlen Göttin, die sich gerne der Bewunderung ihrer Kinder erfreut. Ihr Zorn ist zerstörerisch, manchmal brennend heiß wie das Feuer, das ihr Element ist manchmal ein lange anhaltendes Grollen, das Landstriche austrocknet und das Leben langsam verdorren lässt.
Die Göttin des Feuers steht für die Leidenschaft, Schönheit, die Lust und die Lebensfreude, doch die wahre Liebe fällt nicht in ihren Zuständigkeitsbereich, ist diese doch eine Macht, die außerhalb des göttlichen Einflusses steht und nicht von den drei Geschwistern oder dem Schatten beeinflusst werden kann.
Asha ist keine beständige Göttin und ihre Launen ändern sich so schnell, wie sich der Wind dreht, wenn sie äußeren Einflüssen ausgesetzt wird. Der Schatten, der sich ihrer bemächtigt hat, wusste nur allzu gut von ihrer Schwäche und hat sie gewinnbringend für sich selbst eingesetzt, Asha's Eitelkeit geschmeichelt und ihr Temperament geschürt, so dass sie nun noch um ein Vielfaches aufbrausender ist, als sie es zuvor gewesen ist.
Dianare, die es immer vermochte, Asha zu beruhigen, hat in diesen Tagen nur noch wenig Einfluß auf sie, wenn Streitigkeiten mir Syan drohen und so ist das frühere Gleichgewicht bedrohlich ins Wanken geraten. Der Schatten hat Asha lange genug eingeredet, dass Syan nach ihren Kindern trachtet und Dianare unter seinen Einfluß gebracht hat - ein Szenario, dass Asha in Angst und Schrecken versetzt. Schon immer hat sie eifersüchtig auf die natürliche Schönheit der Schwester reagiert und auch diese Schwäche vermag der Schatten für sich zu nutzen. Nur zu gut wusste er, dass die Sonnengöttin das Schwächste Glied der göttlichen Geschwister gewesen ist, anfällig für Schmeicheleien und nur zu schnell bereit, seinen Einflüsterungen zu vertrauen und sie ernst zu nehmen.
Ashas Eitelkeit und ihr feuriges Temperament machen die Göttin blind und es ist schwer, ihr die Augen zu öffnen und sie die Wahrheit sehen zu lassen. Nur in der Liebe zu ihrer Schöpfung liegt die wahre Stärke der Göttin und so schreckt sie noch davor zurück, das Bündnis mit Dianare und Syan zu brechen, aus Angst, dass dies Folgen für ihre Kinder haben könnte. Asha mag eitel sein, naiv und zu sehr von ihren Gefühlen geleitet, doch sie hat nicht vergessen, dass Shaylin'saya aus der Macht der Drei heraus entstanden ist und niemals nur durch eine einzelne Macht existieren könnte. Natürlich hindert sie dies jedoch nicht, Intrigen zu spinnen, mit denen sie sich Macht über ihre Geschwister erhofft.
Die schöne Asha ist ein Anblick, dem sich niemand entziehen kann. Weibliche Rundungen, die kaum verhüllt sind, Schmuck, der ihre Schönheit unterstreicht, die lodernden, feuerroten Locken und der volle Mund unter den glänzenden Augen - keine sterbliche Frau ist so schön wie die Sonnengöttin und Asha weiß um ihre Reize.
Sie liebt es, Sterbliche zu verführen und erwählt nicht selten einen schönen Liebhaber aus ihren Reihen, der dann an ihrer Seite in ihrem göttlichen Reich Shamara lebt. Nicht selten entspringen aus diesen Verbindungen Kinder, in deren Adern das Blut der Göttin fließt. Und nicht selten verstößt Asha ihre Liebhaber wieder aus nichtigen Gründen heraus, die vielleicht nicht einmal ihr selbst verständlich sind. Meist gehört die Eifersucht dazu, denn Asha verträgt es nicht, wenn man ihr eine andere Frau vorzieht und es ist durchaus schon vorgekommen, dass ihre Rache an jenem bedauernswerten Wesen, das sich ihre Missgunst zugezogen hat, fürchterlich gewesen ist.
Vollkommenes Gehorsam und vollkommene Hingabe sind die beiden Elemente, die Asha von ihren Dienern ebenso verlangt, wie von ihren Liebhabern und die Göttin duldet keinen Verrat, bestraft solcherlei Vergehen hart und unnachgiebig. Selten vergisst Asha und noch seltener vergibt sie.
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